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70 Jahre WBV Viechtach

Samstag, den 22. Juni 2024 im Gasthof Tremml, Ayrhof, 94262 Kollnburg

Tagesordnung Jahreshauptversammlung:
1. Begrüßung und Jahresbericht des 1. Vorsitzenden
2. Geschäfts-, Kassen- und Holzmarktbericht
3. Entlastung des Vorstandes
4. Abstimmung über den Haushaltsplan 2024
5. Aktuelle Informationen vom AELF – FR Christoph Salzmann
6. Grußworte der Ehrengäste Teil 1
7. Wünsche und Ant

12.00 Uhr Herzliche Einladung aller Teilnehmer zum gemeinsamen Mittagessen

Tagesordnung Festveranstaltung ab 13.00 Uhr:
1. Rückblick 70 Jahre WBV Viechtach (1. Vorsitzender)
2. Festansprache von Christian Kaul,
Bay. Waldbesitzerverband und PEFC
3. Grußworte der Ehrengäste Teil 2
4. Gastspiel von TOM & BASTI
5. Verlosung mit Hauptgewinn einer Motorsäge

70J Feier 2024 04

Pressebericht der PNP Von Konrad Limbeck

Mit einer eindrucksvollen Festveranstaltung samt ernüchternder Festrede, aufmunternden Grußworten und humorvollen musikalischen Beiträgen feierte die Waldbesitzervereinigung Viechtach (WBV) ihr 70-jähriges Bestehen.Schon am Vormittag versammelten sich die Mitglieder der WBV mit einer Vielzahl an Ehrengästen im Gasthof Tremmel in Ayrhof zur Jahreshauptversammlung 2024 (VBB berichtete). Nach dem Mittagessen mit musikalischer Umrahmung durch die Original Altnußberger Musikanten startete die Geburtstagsfeier.

29 Waldbauern waren die Gründerväter der WBV

In seiner Ansprache erinnerte WBV-Vorsitzender Markus Fischer an die 29 Waldbauern, die sich am 16. März 1954 im Gasthof Schmaus in Viechtach zusammengefunden haben, um eine Waldbesitzervereinigung zu gründen. „Die Beweggründe von damals haben auch heute genauso ihre Gültigkeit, denn nach wie vor sind Holzernte, Holzvermarktung, Pflanzenbestellung und Infoveranstaltungen Kernaufgaben der WBV“, betonte Fischer. Damals habe es weniger Bürokratie und weniger Vorschriften gegeben, alles sei auf- und vorwärtsgegangen. „Auch die politischen Vorgaben waren klarer und nachvollziehbarer“, meinte der Vorsitzende und verwies dabei auf neueste Vorgaben und das eventuelle Verbot des Heizens mit Holz. 1977 gab es in Bayern 350 Waldbesitzervereinigungen, aber in ganz Bayern waren einem Zeitungsbericht zufolge nur 30, darunter auch die WBV Viechtach, wirklich aktiv, sagte Markus Fischer und schwenkte zur jüngsten Vergangenheit der WBV Viechtach über. In den letzten zehn Jahren gab es drei verschiedene WBV-Vorstandschaften. Josef Kopp war vier Wahlperioden als 1. Vorsitzender tätig. Unter seiner Führung wurde 2012 von der WBV Viechtach der erste Lkw zum Rundholztransport angeschafft. Nachdem Josef Kopp nicht mehr als Vorsitzender zur Verfügung stand, wurde 2017 bei den Neuwahlen Andreas Vogl zu seinem Nachfolger bestimmt. Als Ersatz für den bisherigen Lkw wurde 2018 ein neuer Holzlastzug angeschafft, der mit zwei neuen Autos bei einem Gedenkgottesdienst für die verstorbenen Mitglieder der WBV in der Auerkieler Kirche gesegnet wurde. Ab März 2020 wurde durch die Corona-Pandemie die Vereinsarbeit erheblich erschwert und vieles musste verschoben werden, berichtete Fischer. Aufgrund Zeitmangels und Personalüberlastung sei es um den Holzstammtisch etwas still geworden. „Zu unserem Bedauern trat im Februar 2022 Andreas Vogl überraschend als 1. Vorsitzender zurück. Als 3. Stellvertreter übernahm ich für den Rest der Amtsperiode die Funktion des 1. Vorsitzenden und möchte bei dieser Gelegenheit meinen Vorgängern einen besonderen Dank aussprechen“, erklärte er. Zusammenfassend könne er sagen, dass die WBV Viechtach eine „leistungsfähige, gut aufgestellte Vereinigung ist“. Das komme nicht von ungefähr, sondern sei ein Ergebnis einer vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Vorstandschaft und Geschäftsführer Christian Hofherr und Thomas Over mit ihrer Mannschaft. „Ich wünsche mir, dass nachfolgende Generationen die Bedeutung unserer WBV schätzen und sie den Erfordernissen ihrer Zeit anpassen und erfolgreich ausbauen“, sagte Markus Fischer.

Festreden der Ehrengäste

Die WBV-Zusammenschlüsse seien wichtig, 70 Jahre zu bestehen sei schon was Besonderes, meinte Christian Kaul vom Bayerischen Waldbesitzerverband zu Beginn seiner auf die Waldbesitzer nachdenklich einwirkende Festansprache. „Als Waldbesitzer habe ich eine besondere Verpflichtung für den Wald und für kommende Generationen. Dabei bildet der Bayerische Weg das Kernelement der Waldwirtschaft“, erklärte er. Im neuen Waldwirtschaftsgesetz seien in den Standards von PEFC (Waldzertifizierungssystem) allerdings Vorgaben enthalten, die für Privatwaldbesitzer unverständlich seien, weil man kaum nachvollziehen könne, dass zum Beispiel Brennholz für die Familie der eigenen Kinder erfasst und bewertet werden solle. Man müsse erkennen, dass sich das Klima wandele. „Trotz allem geht die Welt so schnell nicht unter“, betonte er, rief aber dazu auf, „die Wälder entsprechend zu schützen und zu pflegen“. Kaul verwies dabei auf die Auslegungspraxis des Bundeswaldgesetzes, wonach Waldbesitzer bei der Waldpflege ausschließlich regional geeignete Pflanzen verwenden sollten. „Wir haben große Schadflächen, aber trotzdem viel Holzeinschlag, darum müssen wir auch zeigen und den Menschen erklären, dass wir unseren Wald nachhaltig bewirtschaften und pflegen“, betonte er. Damit man sich der Entwicklung anpasse, sei eine nachhaltige Waldbewirtschaftung wichtig. „Bewahren Sie Ihren Wald, haben Sie auch Freude und hoffentlich auch viel Erfolg mit Ihrem Wald“, betonte er am Schluss seiner Festrede.

„Ich weiß, dass die Gründung der WBV vor 70 Jahren bestimmt nicht leicht war, und weiß, wie wichtig die WBV auch heute ist. Darum danke ich allen, die der WBV die Treue halten, besonders all den ehrenamtlichen Mitarbeitern, die hier eine sehr wertvolle Arbeit leisten, denn wenn ich die Leistungen sehe, geht mir das Herz auf“, betonte MdB Alois Rainer in seinem Grußwort. Darum werde er sich auch dafür einsetzen, dass dieses Waldgesetz so nicht durchgeht, denn dieses Gesetz sei ein Bürokratiemonster, betonte der CSU-Politiker.

Glückwünsche übermittelten in ihren Grußworten auch der Betriebsleiter der Bayerischen Staatsforstverwaltung (BaySF), Jürgen Völkl, und FVN-Vorsitzender Georg Huber.

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Mit viel Applaus wurden die Musikkabarettisten „Tom & Basti“ für ihre schneidige Musik, ihren humorvollen Witz und ihre heiteren Gags bedacht. Mit bekannten, aber vom Duo persönlich umgetexteten Liedern, wie „Ja wos geht dös mi a“ oder „Da Papa wird’s scho richt’n“, begeisterte das Duo die Gäste. Bei der im Festprogramm angekündigten Verlosung übernahm Antonie Seidl die ehrenvolle Aufgabe der Glücksfee.

Mit freundlicher Genehmigung der PNP und Konrad Limbeck: Quelle: https://www.pnp.de/lokales/landkreis-regen/seit-70-jahren-fuer-die-waldbauern-aktiv-16453997

 

 

 

 

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